Fragen und Antworten zur Sojarei
Die Tofu-Herstellung läuft ähnlich wie die Käseherstellung ab und ist im Prinzip seit Jahrhunderten unverändert geblieben: Wir waschen die Sojabohnen, weichen sie in Wasser ein und vermahlen sie. Aus der Sojamilch filtern wir anschließend die Feststoffe aus. Dann erhitzen wir die Sojamilch und geben das Gerinnungsmittel dazu. Wir verwenden dafür Calciumsulfat. Man kann aber auch Nigari (Magnesiumchlorid) oder Zitronensäure verwenden.
Auf diese Weise flockt die Sojamilch aus (sie gerinnt) und der sogenannte Sojabruch bildet sich. Diesen schöpfen wir dann in Presskästen und pressen ihn zu Tofublöcken. Durch den Druck tritt aus den Löchern in den Presskästen die Sojamolke aus und der Tofu erhält seine feste Konsistenz. Dann schneiden wir die Tofublöcke, kühlen sie in Wasser ab und verpacken sie. Anschließend erfolgt noch eine Hitzebehandlung (Pasteurisieren)
Ja! Sogar mehr als die meisten denken würden. Sojapflanzen sind in Österreich seit 1875 heimisch. Tatsächlich ist Österreich der fünftgrößte Sojaproduzent in der EU. Die Anbauflächen steigen jedes Jahr aufs Neue. 2019 waren es rund 70.000 Hektar. Damit ist Soja flächenmäßig die viertwichtigste Feldfrucht auf Österreichs Äckern und hat bereits traditionell wichtige Kulturen wie Roggen oder Raps hinter sich gelassen.
Mehr Infos zu Zahlen und Daten rund um den Sojaanbau in Österreich finden Sie auf der Seite des unabhängigen Vereins Soja aus Österreich.
Die Bakterien können den Stickstoff aus der Luft aufnehmen und direkt für die Sojapflanze zur Verfügung stellen. Daher müssen Sojapflanzen nicht gedüngt werden und sind für die Umwelt besonders verträglich.
Auf diese Weise wird der Großteil der Stärke aus dem Vollkornweizenmehl ausgewaschen. So entsteht die glutenreiche, zähe Masse. Diese portionieren und formen wir anschließend und garen sie in heißem Wasser oder einem gewürzten Sud bzw. einer Marinade.
Das Klebereiweiß des Weizens (Gluten) quillt dadurch auf und nimmt Aromen aus dem Sud auf.
Mit Seidentofu kann man hervorragend Süßspeisen zubereiten.
Seidentofu wird nicht gepresst und abgetropft, daher ist sein Wassergehalt deutlich höher, als jener des herkömmlichen Tofus.
Aufgrund der sogenannten EU-Health-Claims-Verordnung, dürfen wir jedoch nur ausgesprochen eingeschränkt gesundheitsbezogene Angaben machen.
Auf der Webseite des unabhängigen Vereins Soja aus Österreich finden Sie umfangreiche Informationen zur Gesundheit von Soja.
Wir sind ein von der Austria Bio Garantie zertifizierter Produktionsbetrieb für biologische Lebensmittel. Damit ist der Weg jedes Sojarei-Produktes von der Saatguterzeugung über die Verarbeitung bis zum Endprodukt im Verkaufsregal genauestens dokumentiert und die biologische Qualität garantiert.